Kann ich mir das Geld für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung sparen?

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Warum in eine private Versicherung einzahlen, wenn der Staat einspringt? So denken sicher viele beim Thema Berufsunfähigkeit. Aber springt der Staat tatsächlich ein oder gibt es sogar Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Berufsunfähigkeit ist vom Sozialgesetzgeber im SGB VI geregelt worden. Sie gilt aber nur für Menschen, die vor dem 2.1.1961 geboren sind. Für alle anderen wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft, es gibt nur noch die Erwerbsminderungsrente.

Erwerbsminderungsrente:

Erwerbsminderungsrente erhält, wer teilweise oder voll erwerbsgemindert ist (§ 43 SGB VI).
Ob und wie viel Erwerbsminderungsrente gezahlt wird, hängt allein vom Restleistungsvermögen am allgemeinen Arbeitsmarkt ab.
Zunächst wird geprüft, ob Ihre Erwerbsfähigkeit durch medizinische oder berufliche Rehabilitation wieder hergestellt werden kann und Sie danach wieder in der Lage sind, Ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Anspruch auf eine volle Erwerbsminderungsrente hat nur, wer nicht in der Lage ist, drei Stunden täglich zu arbeiten. Arbeiten bedeutet hier nicht die Ausübung eines bestimmten Berufs, sondern jede nur denkbare Tätigkeit.
Hier gibt es auch eine Wartezeit von 5 Jahren bevor die Rente gezahlt wird, es müssen also vorher mindestens 60 Monate Beiträge in die Rentenkasse gezahlt worden sein, sonst gibt es keine Rentenzahlung. Dies gilt auch für Selbständige, wenn sie die Pflichtbeiträge geleistet haben.
Der durchschnittliche volle Rentenbetrag lag 2015 bei 675,50 Euro (Quelle: VdK Deutschland). Das reicht in Ballungsgebieten kaum für die Miete. Die Zahlung erfolgt auch nur für 3 Jahre, dann müssen alle Anträge neu gestellt werden.

Gesetzliche Unfallversicherung

Es gibt noch die Möglichkeit aus der Unfallversicherung eine Rente zu erhalten. Bei der gesetzlichen Unfallversicherung müssen die Arbeitnehmer keine Beiträge zahlen. Die Rente wird gezahlt bei einer anerkannten Berufskrankheit und dauerhaften Schäden nach einem Arbeits- oder Wegunfall. Hier ist das Rentenniveau mit bis zu 2/3 des letzten Bruttogehalts sehr hoch. Es ist aber auch sehr schwer diese Rente zu bekommen. Die wenigsten Unfälle passieren auf dem Arbeitsweg und bis eine Krankheit als Berufskrankheit anerkannt ist, kann es sehr lange dauern.

Fazit:

Um den Lebensunterhalt sicherzustellen, sollten nicht auf die gesetzlichen Rentenmöglichkeiten allein vertraut werden. Besser noch privat vorsorgen.

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